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Die Berliner Theatergestalt BERT BRECHT ist politisch bis heute schwierig einzuordnen. Sicher war er nach dem 1. Weltkrieg ein überzeugter Kommunist mit dem Sendungsbewusstsein, das Publikum für eine „gerechtere“ Welt aufrütteln zu wollen. Dass er als Theatermann in West und Ost – trotz phasenweiser Hürden in beiden Lagern – bis zu seinem Tod 1956 und darüber hinaus Ikonen-Status erlangte, ist allerdings seiner typisch genialen Dramatik und seinen literarischen Fähigkeiten mittels „Epischen Theaters“ zuzuschreiben, das mit Belehrung durch distanzierende Elemente funktioniert.
Für diese Reflexionsebene arbeitete er auch intensiv mit Komponisten zusammen, die seinen Texten als erzählerisches Element zusätzlichen Ewigkeitswert bescherten. KURT WEILL war sein wichtigster Partner in den 1920er Jahren (Die Dreigroschenoper 1928, Die sieben Todsünden 1933), HANNS EISLER vertonte viele Lehrstücke und Filme (Schweyk im Zweiten Weltkrieg), PAUL DESSAU begleitete seine Periode beim Berliner Ensemble (Mutter Courage und ihre Kinder, Der gute Mensch von Sezuan), u.a.
Einen besonderen Reiz erhält Brecht, wenn er von jemandem interpretiert wird, der die Zeit, in der jener von seinem Publikum am besten verstanden wurde, repräsentiert: der ehemalige Burg-Schauspieler JOHANNES TERNE, 1951 geboren in der DDR und seit 1990 in Österreich arbeitend, nähert sich der Theatergröße in Symbiose mit dem Sänger (und Theaterwissenschaftler) RENÉ RUMPOLD in einer musikalischen Lesung mit bekannten und unbekannten Texten BRECHTs unter dem Titel BRECHT light.
Dabei widmen sie sich Brechts humorvoller Seite: diese ist eigen und clever, in Form von schwarzem Humor, Ironie, Satire und listiger „Dummheit“, um das Publikum zu provozieren, nachdenklich zu machen und Autoritäten zu entlarven. Brechts Humor ist als Waffe („Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“) attackierend gescheit und witzig. Und dass demzufolge auch Brechts „Zeitgenossen sehr wohl humoristisch“ waren, wollen TERNE, RUMPOLD und der in seiner feinen Musikklinge für Brechts Komponisten bestens geeignete Pianist MARKUS VORZELLNER darüber hinaus belegen.
Eine Kostprobe, wie BRECHT sogar ins Dadaistische fallen konnte, zeigt folgendes Beispiel:
„Eins, zwei, drei, vier,
der Vater, der trinkt Bier.
Vier, drei, zwei, eins,
die Mutter, die trinkt keins.“
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BRECHT light – Musikalische Lesung
Gesang, Texte: RENÉ RUMPOLD
Texte, Gesang: JOHANNES TERNE
Klavier: MARKUS VORZELLNER
Fr 6.3.2026, 19h
Roter Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG LSG),
Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Eintritt: € 25,-
Nur Barzahlung an der Abendkassa
Einlass und Kassa ab 18h45
Reservierungen via Online-Formular oder unter: rotersalon@oestig.at