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Die 51. Folge der Serie Stars von Morgen im ersten Bezirk wartet mit der 19-jährigen Russin LIIA KOPYLOVA auf, bei deren gewonnenem Preisregen bei Wettbewerben man von einem Hagel sprechen kann. So eine junge Person mit so vielen Preisen hatten wir noch nie! Dementsprechend neugierig sind wir auf ihre Interpretation von Österreicher MOZART und dessen sehr bekannten, 20-minütigen Klaviersonate Nr. 10 in C-Dur, KV 330 aus seiner Wiener Zeit im Jahr 1783 mit heiter-lyrischem Charakter, gefolgt von den deutschen Freunden ROBERT SCHUMANN mit den das Barock, die Wiener Klassik und die Musik der Romantik enthaltenden Sinfonischen Etüden Opus 13, die Schumann 1837 aus einer stürmischen Jugendliebe heraus begonnen hatte zu komponieren, sowie JOHANNES BRAHMS mit 6 Klavierstücke, op. 118, vollendet 1893 und Robert Schumanns Frau Clara gewidmet, die „langsam, still und einsam“ zu den späten, meistgespielten Klavierwerken von Brahms zählen.
Nach so viel musikalischem Gefühl der Romantik, sorgt auch ein siebeneinhalbminütiges, neumusikalisches Stück der rumänisch-österreichischen Komponistin DANA CRISTINA PROBST, geboren 1961 in Bukarest, aufgrund des Titels zumindest vorstellungsweise für poetische und philosophische Romantik: "Sans nuages, la lumière n'aurait pas de mystères, pas des hésitations, pas de victoires" heißt „Ohne Wolken gäbe es für das Licht keine Geheimnisse, kein Zögern, keine Siege“. Ob das 2021 komponierte Werk tatsächlich mehr romantisch, philosophisch oder gar spirituell klingt, wird sich weisen. LIIA KOPYLOVA hat es jedenfalls unter anonymer Auswahl mehrerer Stücke Neuer Musik gewählt.
Zum Schluss folgt La Valse, poème chorégraphique pour orchestre vom echten Franzosen und Impressionisten MAURICE RAVEL von 1920 in der Fassung für Klavier vom georgischen Komponisten ALEXANDER KORSANTIA. Es ist ein choreografisches Gedicht als düstere Vergöttlichung des Wiener Walzers. Nach dem Ersten Weltkrieg sah RAVEL die klassische Walzerform als wirbelnden, tragischen Tanz, der den Zerfall der europäischen Kultur symbolisiert. Das Werk beginnt leise, baut sich zu einem rauschenden Walzer auf und endet in einer chaotischen, frenetischen Apotheose.
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Programm:
STARS VON MORGEN – Pianistin LIIA KOPYLOVA
W. A. Mozart, Sonate C-dur, KV 330
R. Schumann, Symphonische Etüden für Klavier, op. 13
J. Brahms, 6 Klavierstücke, op. 118
Dana Cristina Probst, "Sans nuages, la lumière n'aurait pas de mystères, pas des hésitations, pas de victoires" (2021), unterstüzt durch BMUKK
M. Ravel, La Valse, poème chorégraphique pour orchestre, Fassung für Klavier von Alexander Korsantia
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LIIA KOPYLOVA, 2007 in Moskau in einer Musikerfamilie geboren, lernte bis 2021 an der S. Taneev Musikschule bei Yvetta Yudovich. Danach bis 2025 Studium an der Zentralen Musikschule – Akademie für darstellende Kunst bei Prof. Maxim Filippov und Abschluss mit ausgezeichnetem Erfolg. Holt sich an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien bei Univ.-Prof. Lilija Zilberstein den „letzten Schliff“. Meisterkurse bei A. Mndoyants, S. Glavatskikh, A. Strukov und A. Malikova. Auftritte ab 9 Jahren in Russlands Metropolen, in Dänemark und Österreich, solistisch und mit berühmten Orchestern, für die Wladimir Spiwakow-Wohltätigkeitsstiftung, sowie für die Stiftung „Art-Line“. Stipendiatin der Wohltätigkeitsstiftung „Neue Namen“ und des Moskauer Bürgermeisters (2020). Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter des Wettbewerbs „Junge Talente Russlands“ (2020), des III. Wettbewerbs für junge Musiker „Sterne“ (2021), des VI. H.Neuhaus Festivals junger Pianisten (2023), des Festivals „Wladimir Spiwakow lädt ein“ (2023), des II. T.D.Krylova Festivals (Grand Prix, 2023), des XI. Internationalen Wettbewerbs für junge Pianisten V. J. Villoing (2024), des VII. S.Taneev Wettbewerbs (2025) und andere.
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STARS VON MORGEN
Klavier: LIIA KOPYLOVA
Moderation: MAXIM SELOUJANOV
Werkeinführung: EVGENIIA LIANSKAYA-LININGER
Sa 9.5.2026, 19h
Roter Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG LSG), Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen online oder unter rotersalon(at)oestig.at