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Der sympathische, ukrainische Pianist VLADISLAV KAZNODII in der Serie Stars von Morgen im ersten Bezirk ist so vielseitig ausgerichtet, dass es ein echtes Vergnügen ist, ihm zuzuhören. In diesem Konzert zeigt der baldige mdw-Master sehr anspruchsvolle Werke bedeutender Komponisten. Er beginnt mit SCHUBERT und dessen Sonate no.13, in A-Dur, (op.120/D.664). Sie ist in drei Sätzen recht kurz, leicht, lyrisch und fröhlich und entstand im Sommer 1819 während eines Kuraufenthalts in Oberösterreich. Die Etüde Op. 25, Nr. 10 in h-Moll von CHOPIN von 1837 danach – auch „Oktaven-Etüde“ bezeichnet –, ist mit virtuosem, beidhändigem Oktavenspiel technisch anspruchsvoll und dramatisch. Es folgt das Präludium op. 44 Nr. 4, das epische, hochemotionale und dramatische Teil der berühmten 5 Präludien des ukrainischen Komponisten BORYS LYATOSHYNKSKY, komponiert 1943 während dessen Evakuierung im 2. Weltkrieg in Saratow.
Die Etüde op. 2, Nr. 1 in d-Moll von SERGEI PROKOFJEW ist das erste Stück aus seinen Vier Etüden für Klavier. Er komponierte das sehr schwierige Werk im Jahr 1909 während seiner Studienzeit am St. Petersburger Konservatorium. Es ist mit unaufhörlichen, hämmernden Sechzehntel-Noten und raschen Repetitionen perkussiv, wild, energisch und rhythmisch getrieben, bei extremen Sprüngen, einer weiten Akkordspanne, polyrhythmischen Überlagerungen und ständigen Handkreuzungen. Es wechselt abrupt zwischen explosiven Fortissimo-Passagen und kurzen, geheimnisvollen Ruhephasen.
Die 32 Variationen über ein eigenes Thema in c-Moll, WoO 80 sind danach eines der bekanntesten und kraftvollsten Variationswerke für Klavier solo von BEETHOVEN aus dem Jahr 1807. Es verbindet technische Brillanz mit barocker Tradition und gilt bis heute als Meilenstein der Klavierliteratur. Die Variationen fließen fast pausenlos ineinander über und erzeugen eine wuchtige, dramatische Steigerung. Es wird jedoch überliefert, dass Beethoven das Stück Jahre nach der Komposition hörte, es nicht sofort wiedererkannte und rief: "O Beethoven, was für ein Esel bist du gewesen!"
Den Abschluss bildet die Klaviersonate Nr. 2 in fis-Moll, op. 2 von BRAHMS, ein hochemotionales, dramatisches Jugendwerk von 1852. Er widmete dieses anspruchsvolle Werk Clara Schumann.
VLADYSLAV KAZNODII, 1998 in Mykolajiw (Ukraine) geboren, studierte in Kiew am staatlichen Musiklyzeum Klavier (Klasse S.V. Burov), ab 2017 Studium an der Peter Tschaikowski Nationalen Musikakademie, Ukraine: viele Meisterkurse, Konzerttätigkeit bei vielen Festivals und Projekten als Solist und Kammermusiker. Laureat mehrerer internationaler Wettbewerbe (Erste Preise beim internationalen Wettbewerb „Goldene Taste 2012“ in Frankfurt/Main oder Chopin Wettbewerb 2020 in Dnipro; Dritte Preise beim IV. internationalen Glière Wettbewerb St. Georgen 2012 im Schwarzwald oder beim „Kiew International Piano Competition 2022“. Für 1. Klavierkonzerts von Beethoven 2020 3. Preis. Wegen des Ukraine-Kriegs Übersiedlung nach Wien (mdw-Klasse Lilja Zilberstein). Konzerte in Österreich und im Ausland.
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Programm:
STARS VON MORGEN – Pianist VLADYSLAV KAZNODII
Schubert - Sonate no.13, in A-Dur, (op.120/D.664)
Chopin - Etude op.25, no.10
Lyatoschynsky - Präludium, op.44, no.4
Prokofjew - Etude op.2, no.1
Beethoven - 32 Variationen in c-moll (WoO 80)
Brahms - Sonate , op.2, no.2 in fis-moll
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STARS VON MORGEN
Klavier: VLADYSLAV KAZNODII
Moderation: MAXIM SELOUJANOV
Werkeinführung: EVGENIIA LIANSKAYA-LININGER
Sa 23.5.2026, 19h
Roter Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG LSG), Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien
Freie Spende
Reservierungen hier online oder unter rotersalon(at)oestig.at