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Kennst Du das Lied? Quo vadis musica?

JOWITA SIP, begleitet von ROMAN TEODOROWICZ

Datum: 25.10.2018
Beginn: 19:00
Ort: Roter Salon der OESTIG LSG

Jowita Sip Kennst Du das Lied

Die ungemein charmante Sopran-Sängerin polnischer Herkunft, JOWITA SIP,  verzückte ihr Publikum im Roten Salon der OESTIG LSG  Juni dieses Jahres vor allem mit polnischen Liedern. Nirgends wirkte sie authentischer. So wird sie auch in ihrem Herbstkonzert mindestens zwei Lieder in ihrer Muttersprache singen:  "Oj, swieci miesiąc swieci" (übersetzt „Oh, der heilige Monat scheint“) vom polnischen Komponisten KAROL MROSZCZYK (1905 bis 1976), sowie „Kalina“ (= Mädchenname) vom ebensolchen IGNACY KOMOROWOSKI (1824 bis 1857).

Und weil ihr das „Lied“ als Genre an sich hinsichtlich ihrer leidenschaftlichen Stimmführung darüberhinaus steht, werden auch einige deutsche „Lieder“ erklingen: In WOLFGANG AMADEUS MOZARTs „Das Veilchen“ 1785 zum Gedicht Johann Wolfgang von Goethes, das als „masochistisches Gegenstück“ zu dessen „Heidenröslein“ gilt, wünscht sich ein Veilchen, von einer herannahenden Schäferin gepflückt zu werden. Jene tritt jedoch unbeachtender Weise nur darauf, was das Veilchen dennoch freut.
Von einer mindestens ebenso schönen Traurigkeit ist „Als die alte Mutter“ aus den 1841 bis 1904 komponierten „Zigeunermelodien“ Op.55 von ANTONIN DVORAK, einem der berühmtesten Lieder der Welt: „Als die alte Mutter, mich lehrte singen, Tränen auf den Wimpern ihr so oft hingen; Jetzt wo ich die Kleinen selber üb im Sange, rieselts in den Bart oft, rieselts oft von der braunen Wange ...“
Hoffnungsvoll im Sinne „ungestillter Liebessehnsucht“ ist das ebenso bekannte wie rührend-bezaubernde „In mir klingt ein Lied“ von FRÉDÉRIC CHOPIN – und mit Sip als Interpretin kommt auch die polnische Seite des „bi-nationalen“ Komponisten so richtig durch.

Da SIP nun aber noch eine überaus darstellerisch gewinnende Seite hat, was mit ihrem zarten Äußeren und ihrer koketten Art einhergeht, nimmt man ihr auch eine Operette sehr gerne ab: So wird sie das Walzerlied des Gerichtsassessors Roland „Sei gepriesen du lauschige Nacht“ aus „Die Landstreicher“ singen, die (von 22) einzige etablierte Operette von CARL MICHAEL ZIEHRER aus dem Jahre 1899, eine Verwechslungskomödie zweier ständisch unterschiedlicher Paare um eine gestohlene Perlenkette.

Opernarien sind im intimen Rahmen wie dem Roten Salon empfehlenswert, wenn auch sie als „Lieder“ verstanden und ganz klar und reduziert gesungen werden. JOWITA SIP wird das als Donna Anna mit „Or sai chi l´onore...“ aus MOZARTs „Don Giovannni“ versuchen, die glaubt, in Don Giovanni den Mörder ihres Vaters zu erkennen. Sowie als die ihr Schicksal beweinende Cleopatra mit „Piangerò la sorte mia“ aus GEORG FRIEDRICH HÄNDELs „Giulio Cesare“. Weiters steht die Rosina in "Il barbiere di Siviglia" von GIOACHINO ROSSINI auf SIPs Gesangsliste: jene singt "Una voce poco fa",  ihr Liebesgeständnis an Lindoro, jene Liebe, die sie vor dem opportunistischen Nebenbuhler verteidigen will.

Insgesamt fragt SIP, ausgezeichnet mit dem Patronat des europäischen Kulturerbes 2018, „Kennst Du das Lied? – Quo vadis musica?“, was ihr Bekenntnis zum Erhalt unsterblicher Klassiker und gleichzeitig ihre Skepsis gegenüber neuen Errungenschaften ausdrückt. Begleitet wird JOWITA SIP, wie schon im Sommerkonzert vom zuverlässigen Partner am Piano: ihrem polnischen Landsmann ROMAN TEODOROWICZ.

 

Programm:

Kennst Du das Lied? Quo vadis musica? ­–
JOWITA SIP, begleitet von ROMAN TEODOROWICZ

Johann Sebastian Bach      "Praeludium F Dur"

Johann Sebastian Bach      "Wie freudig ist mein Herz", Cantata BWV 199

Wolfgang Amadeus Mozart "Das Veilchen"

Wolfgang Amadeus Mozart  Donna Anna: "Or sai chi l'onore..." aus "Don Giovanni" 

Wolfgang Amadeus Mozart  "Sonate F Dur Adagio"

Georg Friedrich Händel        Cleopatra: "Piangero..." aus "Giulio Cesare"

Antonin Dvorak                     „Zigeunermelodien“  Op.55, Nr.4

Gioachino Rossini                 Rosina: "Una voce poco fa" aus "Il barbiere di Siviglia"

Frédéric Chopin                    Impromptu cis moll, Op.66

Stanislaus Moniusczko        "Złota rybka"

Ignacy Komorowski              "Kalina"

Robert Schumann                 Intermezzo

Karol Mroszczyk                   "Oj, swieci miesiąc swieci"

Frédéric Chopin                    "In mir klingt ein Lied",
                                             bearbeitet von Alois Melichar, Text Ernst Marischka für Boston Tonfilm
                                             "Abschiedswalzer" nach "Etude E Dur Op. 10 Nr.3"

Franz Lehár                         „Liebe, Du Himmel auf Erden ..." aus "Paganini"

Carl Michael Ziehrer             „Sei gepriesen du lauschige Nacht“ aus „Die Landstreicher“

Giacomo Puccini                  Musetta: "Quando me´n vo" aus "La Boheme"

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Kennst Du das Lied? Quo vadis musica?

Sopran: JOWITA SIP
Klavier: ROMAN TEODOROWICZ

25.10.2018, 19h

Roter Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG LSG),
Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Reservierungen unter:
rotersalon@oestig.at

 
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