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NeuESTe Musik!

ART-ENSEMBLE BERLIN & INÖK

Datum: 17.11.2018
Beginn: 19:30
Ort: Roter Salon der OESTIG LSG

Art-Ensemble Berlin INOEK

Wenn Musik etwas zu erzählen hat, das noch nie zuvor gehört wurde, dann spielt sie mit akustischen Erwartungen, die nicht erfüllt werden. Noch gesteigert wird diese Erfahrung, wenn sie sich dabei auf Themenbereiche bezieht, die im Verborgenen und wissenschaftlich Unerschlossenen des Menschen liegen. – So geschehen in der Komposition „Staubaggregation“ des 1960 geborenen Deutschen, MICHAEL QUELL. Er hat nicht nur klassische Gitarre, Komposition und Dirigieren studiert, sondern auch Philosophie und Theologie. Naheliegend, dass er sich somit auch für die planetare Entstehung durch Staub-Aggregation interessiert und diese naturwissenschaftliche Mystik in Musik fassen will.

MICHAEL QUELL ist ein Komponist, der gerne vom 2013 unter der Schirmherrschaft des deutschen Simon Verlag (Bücher und Noten) gegründeten ART-ENSEMBLE BERLIN gespielt wird. Das Trio besteht aus der italienischen Flötistin mit historischer und Neue-Musik-Vorliebe, ANTONELLA BINI (auch Mitglied des Eutopia Ensembles Genua und des Ensembles der Mailänder Gesellschaft für Neue Musik, ISCM), dem – OLIVER POTRATZ als Gast ersetzenden – englisch-deutschen Kontrabassisten, Komponisten und Dirigenten GERHARDT MÜLLER-GOLDBOOM, sowie dem deutschen Pianisten und Komponisten ART-OLIVER SIMON. SIMON steuert bei diesem Konzert ebenfalls ein Stück bei: „Polaroid (vor dem Tsunami)“, das musikalisch mit der heimtückischen Gefahr spielt: abwechselnd setzen die drei Instrumente in scheinbar zufälliger Abfolge ihre geräuschhaften Töne, wobei der Pianist ständig aufsteht, um nach den Tasten auf die Saiten im Klavierkorpus zu klopfen. Alles schreit hier nach Unberechenbarkeit der Situation ... der Ausbruch bleibt jedoch bis zuletzt offen. Das dritte Stück im Repertoire des ART-ENSEMBLE BERLIN stammt vom komplexen schweizer Komponisten MAX E. KELLER, der neben Neue Musik- bis zu Elektronik-Künstler auch Jazz-Pianist und improvisierender Musiker ist. Bis 2010 war der Germanistik- und Kultur-Professor Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Neue Musik (SGNM).

Diese drei Stücke präsentiert das Ensemble in Kooperation mit der INÖK (Interessengemeinschaft Niederösterreichische Komponisten), die Werke von folgenden Komponisten präsentiert: THOMAS HERWIG LUKAN, geb. 1961 in Wien, Spezialist für polytonal bezogene Mikrotonalität („fraktale Tonalität") und Obertöne; JOHANN GEORG KITZBICHLER, geb. 1966 in Tirol, Lehrauftrag an der mdw und Johann Sebastian Bach-Musikschule für Klavier und Neue Musik, macht ausgehend von der 2. Wiener Schule jene Musik, die ihn in seinem tiefsten, sich immer wieder neuen Aufgaben stellenden Inneren bewegt; sowie DIETMAR SCHERMANN, geb. 1957 in Niederösterreich, Tonsatz-Lehrbeauftragter an der mdw: er hält ein starkes Mitteilungsbedürfnis im Dialog mit den Interpreten für wichtiger, als kühle, kaum nachvollziehbare Gedankenexperimente und pocht auf die Individualität einer im Moment stimmenden Musiksprache, egal ob tonal oder atonal. Schließlich wartet die INÖK auch noch mit einer Komposition des in Österreich lebenden Russen MAXIM SELOUJANOV auf, dessen raffinierte und eigenständige Werke schon öfter vom hauseigenen MAX BRAND Ensemble interpretiert wurden. – Er scheint mit seinem hohen Anspruch besonders gut in diesen zukunftsorientierten Rahmen, nun gespielt vom ART-ENSEMBLE BERLIN, zu passen ...


Programm:


NeuESTe Musik! – ART-ENSEMBLE BERLIN & INÖK

THOMAS HERWIG LUKAN

MAX E. KELLER

JOHANN GEORG KITZBICHLER                     

MICHAEL QUELL  „Staubaggregation“                                              

DIETMAR SCHERMANN

MAXIM SELOUJANOV

ART-OLIVER SIMON  „Polaroid (vor dem Tsunami)“                                   

INÖK Logo Simon Verlag logo

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NeuESTe Musik! – ART-ENSEMBLE BERLIN & INÖK

Flöte: ANTONELLA BINI
Kontrabass: GERHARDT MÜLLER-GOLDBOOM
Klavier: ART-OLIVER SIMON

17.11.2018, 19h30

Roter  Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG LSG), Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freier Eintritt

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

 
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