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STARS VON MORGEN

Pianist SIMEON GOSHEV spielt u.a. die geniale Rarität PANCHO VLADIGEROV

Datum: 18.05.2019
Beginn: 19:30
Ort: Roter Salon der OESTIG LSG

Simeon Goshev2 Programm

Das zeugt schon mal für eine gewisse Durchsetzungskraft. – Bulgare SIMEON GOSHEV spielt den bulgarischen Komponisten PANCHO HARALANOV VLADIGEROV, der 1899 in Zürich geboren, in Berlin ausgebildet und von 1932 bis zu seinem Tod 1978 in Bulgarien geschätzt wurde. Bisher hatten wir noch keine Werke dieses in unseren Breiten generell selten gespielten Künstlers im Stars-von-Morgen-Serien-Rahmen. Dabei kommt Lilya Zilberstein-Doktorat-Student GOSHEV nach eineinhalb Jahren das zweite Mal in den Roten Salon. Zuvor brillierte er ebenfalls bei Komponisten, die die anderen Zilberstein-Studenten selten interpretieren, nämlich bei Mozart, Janácek und LISZT. – Letzteren wird er in diesem Konzert (neben den öfter gegebenen CHOPIN und SCARLATTI) wieder spielen, wobei das effektvolle, fünfminütige „La Campanella“ titelwörtlich „Glöckchen“-haft erklingt, da es mit einer der selten benutzten, höchsten Tasten in der Klaviatur arbeitet und eine Octave-sprunghafte Herausforderung der Finger an der rechten Hand ist.

Aber zurück zu VLADIGEROV: Warum ist dieser Musiker so interessant? – Weil seine vierminütige „Melancholie“ aus „Aquarelles op.37“ tatsächlich wie ein melancholisches Aquarell daher kommt, gepaart mit einer geheimnisvollen Mystik. Die „Improvisationen“ aus Episodes op. 36 beginnen lyrisch fragend und nehmen über Hoch-Tief-Kontraste und Tonleiter-Effekte verträumte Dimensionen an. Dagegen ist die Toccata daraus ein fantastisch wunderliches Abenteuer, in 16-tel Noten sehr schnell gespielt.

GOSHEV wird sich an diesem Abend noch zwei weiteren Herausforderungen stellen. Da wäre BEETHOVENs 1802 komponierte „Klaviersonate op. 31 Nr.3 Es Dur“, auch bekannt als Klaviersonate Nr. 18, die er als letzte von drei Klaviersonaten im op. 31 zusammengefasst hat. Sie zeichnet sich ohne langsamen Satz durch „feinsinnige Spielfreude, starke motivische Arbeit und zuweilen italienische Einfärbung“ bei virtuosem Glanz und gelöster Heiterkeit aus.

Das ziemliche Gegenteil davon bieten Ungar BÉLA BARTÓKs – von 1,45 min bis 4,40 min dauernden – kurze „5 Stücke für Klavier op. 81“ aus dem Jahr 1926, oder poetischer betitelt „Im Freien“. Die Titel „Mit Trommeln und Pfeifen“, „Barcarolla“, „Klänge der Nacht“ und „Hetzjagd“ sind – zugleich folkloristisch wie avantgardistisch – sinngemäß dramatisch, expressionistisch und spannend.


Simeon Goshev, geb. 1990 in Bulgarien, wuchs in einer Künstlerfamilie auf. Klavierunterricht ab 5 Jahren bei seinem Vater, 1998 Schüler bei Bogomila Nyagolova an der Nationalen Musikschule Lyubomir Pipkov in Sofia. Konzerttätigkeit in Stockholm, Helsinki, Wien, Kopenhagen, München, Belgrad, Sofia, Burghausen und vielen anderen Städten bzw. Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben. Plätze: 1. beim internationalen Evangelia Tijarri, Zypern 2006 und bei Young Virtuosos, Sofia 2005. 2. bei Viennese Classic, Stara Zagora 2000, Veselin Stoyanov, Sofia 2002 und Liszt-Bartok, Sofia 2006. 1. als Kammermusik-Mitglied des Quintetts Piacere bei Young Virtuosos. 3. und 1. (beste Interpretation) bei Leoš Janáček International Music Competition in Tschechien, 2017. Spielte mit den größten Orchestern Bulgariens; arbeitete mit renommiertesten Musikern und Pianisten: u.a. KI. Helwig, A. Vardi, T. Poddubnaya, P. Devoyon, M. Beroff, G. Lipkind, Alan Weiss, Jan Jiracek von Arnim, Segio Tiempo, Johannes Meissl, Markus Schirmer, Boris Berman. Klavier-Magisterstudium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien bei Prof. Stefan Vladar, Prof. Oleg Maisenberg 2016 mit Auszeichnung abgeschlossen. Derzeit ebendort in der Klasse von Prof. Lilya Zilberstein, sowie Doktoratstudium an der National Music Academy Pancho Vladigerov in Sofia.


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Programm:

STARS VON MORGEN – Pianist SIMEON GOSHEV

DOMENICO SCARLATTI  “Sonata k.135 E-Dur”

FRÉDÉRIC CHOPIN “Etude op.25 No.10” 

PANCHO VLADIGEROV aus “Aquarelles op. 37”, No. 2 "Melancholie" 

FRANZ LISZT - "La Campanella"

PANCHO VLADIGEROV aus “Episodes op. 36”, No. 4, "Improvisations"

                                                                             & No. 5 "Toccata"

– Pause –


LUDWIG VAN BEETHOVEN “Klaviersonate op.31, Nr.3, Es-Dur”

BÉLA BARTÓK - "Im Freien" (5 Stücke für Klavier, op. 81) 
                             1. „Mit Trommeln und Pfeifen“
                             2. „Barcarolla“
                             3. „Musette“
                             4.  „Klänge der Nacht“
                             5. „Hetzjagd“

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STARS VON MORGEN

Klavier: SIMEON GOSHEV
Moderation: MAXIM SELOUJANOV

18.5.2019, 19h30

Roter  Salon der Oesterreichischen Interpretengesellschaft (OESTIG LSG), Wipplingerstraße 20 EG, 1010 Wien

Freie Spende

Reservierungen unter: rotersalon@oestig.at

 
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